Webfilter im täglichen Gebrauch
Verfasst von Tobias Hamann unter Internet am 20. Februar 2010
Während in der Politik noch über das Für und Wider von staatlichen Internetsperren und einer damit verbunden Zensur, sowie das Zugangserschwerungsgesetzes im besonderen, debattiert wird, gibt es in vielen Unternehmen und Schulen bereits Webfilter, die diese Aufgabe tagtäglich übernehmen.
Es kommt sicherlich sowohl auf das Tätigkeitsfeld des Unternehmens als auch auf die vertretene Philosophie an wie restriktiv diese Filter eingestellt sind. In Schulen sind sich die Verantwortlichen allerdings schnell einig: Es muß entsprechend viel, zum Wohle und Schutz der Schüler, sowie zum störungsfreien Unterrichtsablauf gesperrt werden. Wenn ich mich an meine Schulzeit erinnere, wurden die Regeln der entsprechenden Filter, nachdem sie einmal eingeführt waren, beständig hochgeschraubt.
Was mir also neulich beim durchblicken der Serverlogs aufgefallen ist, ist daß viele Zugriffe direkt auf einen bei mir installierten PHP-Proxy gehen. Ich habe die Herkunft zurückverfolgt und siehe da: raus gekommen bin ich bei einer Berufsbildenden Schule. Ich gehe also davon aus, daß auch in diesen Klassen YouTube, Soziale Netzwerke und Co. trotz entsprechender Filter vom lernen ablenken werden=)
Mittlerweile befindet sich ein Passwort auf dem Verzeichnis, da ich nicht weiß in welchem Umfang ich für eventuelle Schäden jedweder Art verantwortlich gemacht werden kann. Vor allem was das ansteuern illegaler Inhalte über meinen Proxy angeht, bin ich mit der Rechtslage nicht vertraut. Zu sehen ist aber auch hier, daß wo ein Wille ist sich auch ein Weg auftut.
Frohe und erholsame Festtage!
Verfasst von Tobias Hamann unter Allgemein am 25. Dezember 2009
Überall werden dieser Tage die virtuellen Weihnachtsgrüße herum geschickt. Sei es eine Grußkarte, eine E-Mail oder eben ein Blogeintrag wie dieser. Etwas besonderes haben sich die Jungs von Manowar ausgedacht und unter dem Motto “MP3 Botschaft statt Weihnachtskarten” ihre Grüße um die Welt geschickt und auch gleich die Gelegenheit genutzt, etwas Werbung für ihre neue Tour im kommenden Jahr zumachen.
Wir wünschen euch und euren Familien friedliche Feiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr!
Die Ja!-WG
Lucas, Tobias und Patrick
“Quintili Vare, legiones redde!”
Verfasst von Tobias Hamann unter Allgemein am 28. September 2009
Doch so sehr es sich Kaiser Augustus auch gewünscht hat: Er bekam seine Legionen nicht wieder zurück!
Im Herbst 9 n. Chr. besiegte Arminius, ein Fürst der Cherusker, drei römische Legionen unter dem Befehl des Publius Quinctilius Varus.
Zum 2000-jährigen Jubiläum der Varusschlacht habe ich einen Beitrag auf YouTube gefunden.
Doch die Varusniederlage war nicht nur Ende des römischen Bestrebens das heutige Nord- und Westdeutschland zu erobern, sondern wurde vor allem ab dem 16. Jahrhundert immer wieder aufgegriffen, um die deutsche Identität zu ergründen und einen nationalen Mythos zu schaffen. Die Figur des Arminius wurde eingedeutscht und diente als Hermann, vor allem während den Befreiungskriegen und zur Gründung des Deutschen Reiches, mehr dem Mythos als dem Zeichen deutscher Größe, hervorgegangen aus der germanischen Geschichte.
Das Geburtstagsparadoxon
Verfasst von Tobias Hamann unter Internet, Soziale Netzwerke am 23. August 2009
Gemeint ist nicht, wie auf den ersten Blick vielleicht vermutet, das Geburtstagsproblem aus der Stochastik, sondern eine nette Spielerei, die ich im Sozialen Netzwerk Wer kennt Wen aktiviert hatte.
Die Idee ist aus einer Flause heraus entstanden und war rasch umgesetzt. So kam es, daß ich über 14 Monate lang täglich “übermorgen” Geburtstag hatte, und auf den Startseiten meiner Freunde Tag für Tag unter den baldigen Geburtstagskindern zu finden war.
Unterhaltsam sind nicht nur die Gespräche auf Partys und die verwunderten Gesichter aufgrund dieses Geburtstagsparadoxons, sondern auch die Reaktionen online. Als das Skript seine Arbeit aufnahm bekam ich in den ersten Tagen viele Glückwünsche und genau so viele verwunderte Nachrichten, was den jetzt eigentlich los sei. Man erfährt so außerdem recht schnell, welcher seiner Freunde eigentlich sein echtes Geburtsdatum kennt, und (was ich sehr gewundert hat) daß viele die Informationen auf Wer kennt Wen denen in ihrem Handy oder sonstigem Kalender bevorzugen.
Vorgestern stellte ich zufällig fest, daß mein Skript nicht mehr funktioniert. Es ist schon öfters passiert, daß sich die Bezeichnung der Formularfelder geändert hat, oder ein zusätzliches eingefügt wurde.
Genau das ist in diesem Fall wieder geschehen. Es wurde ein neues verstecktes Feld mit dem Namen “_hash” eingeführt. Als Wert ist bereits ein md5-Hash eingetragen, der sich mit jedem Laden der Seite aktualisiert. Ohne diesen Hash mitzusenden, ist es folglich nicht mehr möglich, seine persönlichen Daten zu ändern.
Das ganze stellt eigentlich auch keine weiteren enormen Anforderungen, man müsste den Quellcode lediglich zusätzlich parsen und den Hash wieder mit senden. Da ich zur Zeit allerdings an einem kompletten Remake meines Bots arbeite, und ihn außerdem um einige nützliche Funktionen erweitern möchte, habe ich es unterlassen diese Korrektur provisorisch in mein altes Skript “einzufummeln”, wie man es manchmal gerne macht
Interessant ist es auch die Entwicklung von Wer kennt Wen, im Bezug auf Sicherheitsaspekte, über die Jahre hinweg, mit zu verfolgen. War es anfangs sogar noch möglich mittels SQL-Injection der Seite zu schaden, merkte man recht schnell, daß nachdem RTL sich an dem Projekt beteiligt hatte, nicht nur die Server zu den Stoßzeiten 13 Uhr und 20 Uhr wieder erreichbar waren, sondern sich auch erheblich um die Sicherheit gekümmert wurde. So wurden viele nette Skripte unbrauchbar, als Beispiel will ich hier anführen, daß es möglich war auf alte Profilbilder zuzugreifen, da der Pfad zu diesen aus der Benutzer-Id und einer fortlaufenden Nummer bestand. Nun werden für die Dateinamen ein Hash verwendet, was diese simple Suche nach alten Bildern unbrauchbar macht.
Ich frage mich jetzt natürlich weshalb nach so langer Zeit auf einmal diese neue Beschränkung zum ändern der persönlichen Daten eingeführt wurde. Mein erster Gedanke war, daß vielleicht noch mehr Benutzer ihre Bots auf das Netzwerk losgelassen haben und man ihnen so die Arbeit erschweren möchte. Ansonsten könnte ich mir auch noch vorstellen, daß man mit diesem Mechanismus das mehrfach absenden des Formulars erkennen möchte.
Ich habe bereits die ersten Reaktionen auf das Verschwinden meines Monuments auf euren Startseiten erhalten. Ich bin gespannt, was noch so an Rückmeldungen kommt. Und wann ich mit meinem neuen Bot und neuen Spielereien wieder online gehe.
“Weißt du was ein Plaid ist?…”
Verfasst von Tobias Hamann unter Allgemein am 1. Juli 2009
… der Satz, der uns unsere männliche Nonexistenz in einer weiblichen Gesellschaft vor Augen führte, und eine ganze Generation verlorener Männer beeinflusst. Die Suche nach maskulinen Attributen geht weit über den Fernsehschirm hinaus. Sie übersteigt das Verlangen nach echten “Männer”-Sportarten wie Fußball, Eishockey und Motorsport bei weitem und findet ihren Exzeß in der Heroisierung von Heimwerkerkönigen.
Ein echter Heimwerker-Haushalt ist deswegen nicht nur für alle Eventualitäten bestens mit Werkzeug gerüstet, sondern weiß auch unerwarteten Situationen und neue Herausforderungen sehr zu schätzen. Dabei gilt stets der Leitspruch “Weißt du keinen Rat, dann nimm einfach Tüdeldraht!”
Und obwohl das passende Spezialwerkzeug gestern bei unserer Puddingparty zur Stelle war, wäre es doch nicht angebracht gewesen die Süßspeise mit einem Handmixer zuzubereiten. Die vorherrschende Meinung war eindeutig: wir brauchten “mehr Power”!
Nun weiß sich der kreative und leidenschaftliche – natürlich selbst ernannte – Heimwerkerkönig schnell zu helfen. Nach 5 Minuten, einer aus Küchenschränken improvisierten Werkbank und einem verletzten Assistenten hat er sein Werk vollendet.
Das neue Prachtstück erfüllt seinen Zweck über alle Maßen und macht sich gut zwischen den restlichen Küchengeräten. Ein echtes Kunstwerk an Männlichkeit im Haushalt der Gleichberechtigung und obsoleten Wertvorstellungen how how how how!
Ticketkauf – Rammstein Tour 2009
Verfasst von Tobias Hamann unter Allgemein am 14. Juni 2009
Rammstein gehen dieses Jahr nicht nur wieder auf Tour, sondern verkaufen ihre Tickets für die Konzerte in Deutschland ausschließlich über den offiziellen Rammstein-Shop. So gibt es die Garantie, dass die Tickets echt, legal und natürlich nicht überteuert sind.
An sich eine gute Idee, so den Ticketbörsen einen Strich durch die Rechnung zu machen.
Und so hervorragend auch die Pyroshows sind, die Rammstein auf der Bühne zum besten geben, so enttäuschend ist die Abwicklung beim Ticket Kauf. Ich versuche nun schon seit 71,5 Stunden zwei Tickets zu erstehen. Aber entweder der Server ist nicht erreichbar, oder ich bleibe an der nachträglich eingefügten Zugangsbeschränkung, die die maximalen Besucher reguliert, hängen…
Und nun soll der Ticketshop für den Rest der Woche auch noch exklusiv den Community Mitgliedern vorbehalten bleiben.
Obwohl es vom Veranstalter heißt, daß noch genug Tickets vorhanden sind, beruhigt mich das ganz und gar nicht. Ich will eine Karte. Und zwar am besten letzten Freitag *g*
Ursula von der Leyen-Fanclub
Verfasst von Tobias Hamann unter Internet am 17. Mai 2009
Ich wurde vorhin im IRC auf den Ursula von der Leyen-Fanclub aufmerksam gemacht und habe mir auch gleich Ursulas qualifizierte Meinung auf meinen Blog geholt
Am linken Rand gibt sie nun ihre Kommentare zum besten. Allerdings kann es sich durchaus lohnen mal den ein oder anderen Link anzuklicken und die entsprechenden Artikel zu lesen.
Solange das Thema noch aktuell ist habe ich den “Extrem-Modus” aktiviert, d.h. daß Ursula süße Hundebabys und von Zeit zu Zeit aus Versehen ein Stopp-Schild auf meiner Seite schaltet.
Ich finde es eine recht originelle Idee. Danke dafür an drx und tobi-x.
Aktualisierung: Wie bekannt sein dürfte, wurde das Gesetzt verabschiedet. Ich werde Zensursula jetzt, zumindest auf meiner Seite, zum schweigen zwingen.
“Green Donnersday”
Verfasst von Tobias Hamann unter Allgemein am 11. April 2009
Gestern, also am Karfreitag, haben wir uns mit ein paar Freunden getroffen und gemütlich ein Bierschen in der Sonne genoßen. Dabei lief Big FM im Radio. Neben der schlechten Musik und der vielen Werbung hat dieser Sender natürlich auch ein anprechendes Programm: zum Anlass des Tages stand die Sendung unter dem Motto des “Green Donnersday”.
Ich weiß nicht welche Zielgruppe und welchen Anspruch der Sender sich selbst setzt, doch finde ich die Idee, durch solche Aktionen und der Verunstaltung von Sprache und Kultur, bei Jugendlichen “gut anzukommen” oder “modern” zu sein lächerlich.
Es ist pervers genug den Gründonnerstag so zu missbrauchen. Aber das ganze am Karfreitag zu senden, zeugt tatsächlich von Qualität und einem durchdachten Programm.
Ich weiß warum ich kein Radio mehr höre, auch wenn nicht alle Sender so verkommen sind. Zum Glück!
Start des SS09
Verfasst von Tobias Hamann unter Studium am 4. April 2009
Das Logbuch öffnet sich und ein neues Kapitel wird aufgeschlagen.
Am vergangenen Mittwoch hat für mich das Sommersemester 2009 begonnen. Seither bin ich offiziell Informatik Student in Kaiserslautern. Da ich erst am 28.03 ausgeschult wurde, mußte alles recht schnell gehen. D.h. vor allem, daß mein Zimmer noch sehr spartanisch eingerichtet ist, wenn man überhaupt schon von eingerichtet sprechen kann. Außerdem haben wir in unserer WG noch keinen Internet Anschluss, weshalb ich diese Woche auch noch nicht online war. Ich gehe aber davon aus, daß ab Montag ein Zugang über das Uninetz möglich sein wird.
Gleich am ersten Tag ist mir aufgefallen, daß man an der Uni – quasi über Nacht – von einem Freak zum Normalo geworden ist. Und obwohl ich im Mathevorkurs noch sehr gut mithalten kann, macht es sich doch bemerkbar, daß ich, obwohl meine Schulzeit nun wirklich noch nicht in weiter Ferne liegt, lange nichts mehr gerechnet habe^^
Die Einführungswoche geht noch bis zum 19. April. Der FBI(Fach Bereich Informatik) gibt sich wirklich Mühe uns “Ersties” mit dem Leben an der Uni vertraut zu machen, dafür organisiert er auch allerhand: einen Kneipenabend, eine Glühweinwanderung, ein Videoabend und sogar eine Fahrt in eine Jugendherberge und noch vieles mehr. Halt alles was man sich so vorgestellt hat, als es hieß: es geht ans studieren. Wer weiß, wenn mir das nicht zu viel wird, berichte ich vielleicht noch von der ein oder anderen Veranstaltung.
Stufenlan – Oder doch Trainingscamp?
Verfasst von Tobias Hamann unter Allgemein am 25. März 2009
Als ich heute morgen aufgewacht bin, wollte ich es nicht glauben. Der Blick aus dem Fenster war wie ein Schlag ins Gesicht. Das der Frühling doch noch keinen Einzug in unsere Lande hällt, war zwar beginn der Woche schon klar, aber eine dicke, alles einhüllende Schneedecke?
Nunja, auf das Wetter hat man bekanntlich keinen Einfluss. Also werden wir das Beste daraus machen müßen. Und was kann man bei solch einem schmuddel Wetter besser tun, als sich gemütlich hinter den flimmernden Bildschrim zu schmeißen? Eben – nichts!
Deswegen findet heute Abend im trittscheider Gemeindesaal eine Lan statt. Geladen sind alle begeisterten Zocker, Nerds, Freaks und angehenden Amokläufer. Vor allem aber aus unserer Stufe, da dies die letzte Gelegenheit für eine gemeinsame Lan ist, bevor sich alle in die Himmelsrichtungen verstreuen.
Nachdem in Stuttgart die “Intel Friday Night Game Stuttgart” verboten wurde, freue ich mich seltsamerweise um so mehr nach langem nochmal richtig zu zocken. Ich habe mich in der Organisation aus zeitlichen Gründen dieses mal etwas bedeckt gehalten aber ich denke, daß wir neben AOE2 auch genau die sog. “Killerspiele” wie “Warcraft”, “Counter-Strike 1.6″ und “Counter-Strike: Source” spielen werden. Damit ich nicht ganz gefühlslos gegenüber dem Amoklauf von Winnenden scheine, weise ich dann auch noch auf einen Kommentar aus dem Heise Forum diesbezüglich hin.
Also in einer Stunde geht’s los. Ich bin jetzt nochmal was essen und dann beginnt eine lange Nacht, aus der ich mich übernächtigt, gereizt und vollkommen von jedem Spiel genervt, zurückmelden werde ![]()
Oder bin ich dann schon gänzlich dem Wahn verfallen? Nunja wir werden sehen inwiefern ich mich nach einer solchen Veranstaltung noch unter Kontrolle habe, oder ob es dann mit mir durch geht.
